Unser ganz besonderer Tag

4 Jahre ist es nun schon her, jedes Jahr,denken wir daran zurück. Es war eine schwere Zeit und ein langer Weg. Mein Herzfehler wurde ja gleich der Geburt festgestellt und seit dem gut beobachtet. Meinen Eltern wurde gesagt, dass wir um eine OP nicht herrum kommen. Meine Werte hielten sich damals grenzwertig, so dass man noch ein bisschen Zeit hatte, damit ich an Gewicht zulegen konnte. Irgendwann kam der hohe Blutdruck dazu und ich mußte tägliche viele Tabletten einnehmen, dann machte sich mein Körper bemerkbar, ich war ganz schlapp, kaum belastbar und meine Durchblutung war ganz schlecht, so schlecht, dass ich ständig blaue Füße hatte. Dann kam der Tag X, wo die Ärzte mit Mama und Papa über die notwendige OP sprachen. Die OP wurde im Deutschen Herzzentrum Berlin durchgeführt, beim dritten Anlauf allerdings erst, da ich die anderen beiiden Termine so krank war, dass ich nicht OP-fähig war. Einen Tag vorher sind wir dann nach Berlin gefahren, alle waren so lieb zu uns, wir haben uns wirklich wohl gefühlt, wenn man dass in so einer Situation überhaupt sagen kann. Den Tag liefen alle Voruntersuchungen und Vorbereitungen für die OP am nächsten Tag. Mama und Papa waren ganz in der Nähe im gemütlichen Ronald MCDonald Haus untergebracht. ich sollte gleich die erste sein am Morgen des 7.05.2010, also saßen Mama und Papa um 6 Uhr schon an meinem Bettchen um einfach bei mir zu sein. Dann ging alles ganz schnell, die Schwester kam mit dem OP Kittel rein und Mamas Tränen waren nicht mehr zu halten. Mama und Papa durften mich bis zur OP-Schleuse begleiten, beide hielten meine Händchen. ich verstand die Welt nicht mehr, ich lächelte alle an, während Mama bitterlich mit Tränen zusammen sackte und Papa sie ganz doll in die Arme nahm. Es war wohl einer der schrecklichsten Momente für meine Eltern. Von da an, hieß es dann warten, warten und warten. Die lange OP verlief gut, Mama und Papa durften mich am Nahcmittag kurz auf der ITS besuchen, aber wirklich nur kurz. Ich erholte mich schnell. brauchte bald kein Sauerstoff mehr und konnte alleine atmen, dann ging es nach schon 4 Tagen auf die normale Station. Da ich noch Probleme mit der Nahrungsaufnahme hatte, mußte ich über eine Sonde ernährt werden. Die mochte ich garnicht, habe sie mir immer wieder rausgezogen. Dieses Bild entstand 5 tage nach meiner OP, immer am lächeln.

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2 Jahre lang hatte es noch gedauert bis ich die starken Herztabletten und auch meine Blutdrucktabletten absetzen konnte, dafür bin ich jetzt frei von Medikamenten und es geht mir wirklch gut. Trotz meiner Herz-OP muß ich regelmäßig zur Kontrolle, aber bis jetzt ist alles gut und das soll auch weiterhin so bleiben.

Herzliche Grüße eure Lena

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